Dupuytren’sche Kontraktur

Die Erkrankung ist nach dem gleichnamigen französischen Chirurgen Baron Guillaume Dupuytren benannt. Es handelt sich dabei um eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes, vornehmlich in der Hohlhand. Dabei bilden sich in einer vorhandenen Bindegewebeschicht Knoten und Stränge, die mit Fortschreiten der Erkrankung zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Finger führen. Im Laufe der Zeit werden die Finger in eine Beugestellung gezogen und können nicht mehr vollständig gestreckt werden. Meist sind Klein- und Ringfinger betroffen, jedoch kommt es auch vor, dass alle Finger einer Hand eine Dupuytren’sche Kontraktur aufweisen. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland 1,3 bis 1,9 Millionen Menschen an der Erkrankung, wobei vorwiegend Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr davon betroffen sind.

Art der Behandlung

Operation, meist ambulant

Narkoseart

Örtliche Betäubung, Armbetäubung, Vollnarkose

Nachsorge

Ruhigstellung-Gipsschiene, frühzeitige krankengymnastische Behandlung

Dauer der Behandlung

45-120 Minuten

Körperliche Schonung

ca. 2 Wochen

Gesellschaftsfähig

ca. 1 Woche

Wie erfolgt eine Behandlung der Dupuytren’schen Kontraktur?

Bei einer Dupuytren’schen Kontraktur handelt es sich um eine chronische Erkrankung, deren Voranschreiten bei jedem Patienten individuell ausgeprägt ist. Die Therapie richtet sich deshalb nach dem jeweiligen Stadium der Erkrankung. Ist die Streckung der Finger bereits eingeschränkt, liegen störende, ausgedehnte Knoten im Bereich der Hohlhand vor oder ist die Haut stark eingezogen, sollte eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Am häufigsten erfolgt die teilweise Entfernung der veränderten Bindegewebsschicht (partielle Aponeurektomie). Hierbei wird das befallene Gewebe vollständig entfernt und ein erneutes Auftreten kann bestmöglich verhindert werden. Bei sorgfältiger Operationstechnik kommt ein Wiederauftreten der Dupuytren’schen Kontraktur an der operierten Stelle nur im Falle besonders aggressiver Erkrankungen vor.

Eine weitere Therapiemöglichkeit der Erkrankung stellt die sogenannte perkutane Nadelfasziotomie (PNF) dar. Diese Methode ist minimalinvasiv, was bedeutet, dass keine operativen Schnitte erforderlich sind. Der Chirurg durchtrennt dabei mit einer Nadel oder einem sehr feinen Messer mehrfach die Vernarbung, bis durch eine Streckung des betroffenen Fingers der Strang zerreißt. Diese Therapiemöglichkeit wird heute nicht nur bei einer Erkrankung der Grundgelenke in Verbindung mit gut abgrenzbaren, ausgereiften Strangformationen, sondern sogar bei Blockaden der Mittelgelenke und der Endgelenke eingesetzt. Auch bei einem Wiederauftreten einer Dupuytren‘schen Kontraktur nach einer offenen Operation kann eine PNF in Erwägung gezogen werden.

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