Schnellender Finger

Wenn sich ein Finger nur schwer strecken lässt, in der Bewegung anhält und plötzlich nach vorn schnappt, dann sind die Sehnen überlastet und es liegt ein schnellender Finger vor. In einigen Fällen rastet der Finger der Betroffenen auch in der Beugestellung ein. In unserer Praxis für Plastische Chirurgie und Handchirurgie in München erfolgt die Behandlung schnellender Finger durch einen ambulanten Eingriff in örtlicher Betäubung.

Behandlung

Operation, ambulant

Narkoseart

Örtliche Betäubung

Nachsorge

Verband, Krankengymnastik

Dauer der Behandlung

20-30 Minuten

Körperliche Schonung

ca. 1 Woche

Gesellschaftsfähig

sofort

Wie entsteht ein schnellender Finger?

Ein schnellender Finger, umgangssprachlich auch Schnappfinger genannt, ist eine Sehnengleitstörung der Hand. Die Fingersehnen gleiten durch enge Kanäle – die Sehnenscheiden –, die durch Ringbänder stabilisiert werden, die die Sehnen zur besseren Kraftübertragung am Knochen halten. Durch mechanische Überlastung, Gewalteinwirkung, einen Bluterguss oder auch im Rahmen einer Rheumaerkrankung können Veränderungen am Ringband oder am Sehnengleitgewebe stattfinden. Ein schnellender Finger liegt vor, wenn die Sehnenscheiden der Fingerbeuger verengt sind und die Beugesehne an dieser Stelle verdickt ist. Die Sehne muss bei jeder Fingerbewegung diese Verengung an den straffen Ringbändern passieren. In der Folge reibt die Sehne an den Bändern und es entsteht eine Entzündung, bei der sich ein Knötchen auf der Sehne bildet. Im weiteren Verlauf gelangt die Sehne immer schwerer durch den engen Tunnel. Der Betroffene kann den Finger nur noch unter Kraftanstrengung strecken oder beugen und der Finger schnellt plötzlich schmerzhaft nach vorn oder hinten. Wenn das Knötchen zu groß geworden ist, lässt sich der Finger gar nicht mehr bewegen, da er blockiert ist. Im Verlauf der Erkrankung können mehrere Finger betroffen sein. Überwiegend zählen Frauen mittleren Alters zu den Patienten.

Wie wird ein schnellender Finger behandelt?

Wenn eine konservative Behandlung durch Dehnungsübungen oder Medikamente keine Besserung erzielt hat, ist eine frühzeitige Operation ratsam, damit Bewegungsbehinderungen vorgebeugt werden kann. Die operative Spaltung des Ringbandes über einen kleinen Hautschnitt erfolgt unter Lokalanästhesie. Danach kann der knotige Sehnenteil wieder normal gleiten. Üblicherweise lässt sich ein vormals schnellender Finger direkt nach dem Eingriff wieder wie gewohnt bewegen. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist zusätzlich die Entfernung des entzündeten Sehnengleitgewebes vonnöten und auch das Lösen von Sehnenverwachsungen. Nach der Operation werden gezielte Bewegungen angeleitet, um ein Verkleben der Beugesehnen zu verhindern. Überdies sollte mindestens 2 Wochen lang von übermäßigen Belastungen des Fingers abgesehen werden, um eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Ihr Experte in München für schnellenden Finger

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