Was ist ein Lipödem und wie lässt es sich behandeln?

Lipödem-Therapie in München | Prof. Dr. Kovacs

Entgegen einer weitverbreiteten Annahme sind Lipödeme an den Beinen und/oder Armen keine überschüssigen „Fettreserven“, die auf ein Übergewicht zurückzuführen sind. Für die Betroffenen bedeutet ein Lipödem oftmals eine starke Einschränkung der Lebensqualität, die sehr häufig auch durch eine enorme psychische Belastung geprägt ist. Von der Lipödem-Therapie in München erhoffen sich die Personen daher sowohl eine körperliche als auch seelische Besserung. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, verrät unser neuer Beitrag.

Lipödem Ursachen – wie entsteht ein Lipödem?

Unter einem Lipödem ist eine chronische, stufenweise verlaufende sowie schmerzhafte Fettverteilungsstörung mit Wassereinlagerungen zu verstehen. Die Erkrankung betrifft fast ausschließlich Frauen, sodass eine hormonelle Ursache als Auslöser vermutet wird. Unterstützt wird die Annahme durch den Fakt, dass die chronische Fettverteilungsstörung überwiegend in Zeiten einer hormonellen Umstellung (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) auftritt. Die erhöhte Anfälligkeit von Frauen für ein Lipödem kann auch darin begründet sein, dass das weibliche Fettgewebe anders aufgebaut ist als das männliche. Die genauen Gründe, die ein Lipödem hervorrufen, sind jedoch noch nicht abschließend untersucht. Eine erbliche Veranlagung ist naheliegend.

Worin besteht der Unterschied zum Lymphödem?

Auch bei einem Lymphödem sind die Gliedmaßen geschwollen und werden wie beim Lipödem von einem unangenehmen Spannungsgefühl begleitet. Jedoch liegt bei einem Lymphödem keine Fettverteilungsstörung vor. Stattdessen lagert sich Flüssigkeit vermehrt im Gewebe ab und ruft die Schwellungen hervor. Anders als bei einem Lipödem liegt die Verdickung der Gliedmaßen daher meist einseitig und nicht symmetrisch vor.

Auslöser für ein Lymphödem kann eine angeborene Störung des Lymphsystems sein. Hierbei ist es zum Beispiel möglich, dass einzelne Lymphgefäße oder Lymphknoten fehlen oder dass sie verengt, erweitert oder verhärtet sind. Dadurch lagert sich mehr Flüssigkeit im Körper ab, als abtransportiert werden kann. Ein weiterer möglicher Grund ist eine Beschädigung des Lymphsystems (z. B. durch eine Operation, durch Infektionen, durch Entzündungen oder durch bösartige Erkrankungen). Diese Form des Lymphödems ist nicht auf eine anlagebedingte Störung zurückzuführen.

Was sind „Reiterhosen“?

Umgangssprachlich wird das Lipödem auch als „Reiterhosenphänomen“ bezeichnet. Das rührt daher, da das Lipödem häufig zunächst Hüften und Oberschenkel betrifft, während der Oberkörper schlank bleibt. Dadurch ähnelt es den Problemzonen, die bei „Reiterhosen“ – also ungewollten Fetteinlagerungen an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln – auftreten. „Reiterhosen“ betreffen ebenfalls fast ausschließlich Frauen. Die Fettansammlungen sind hierbei nicht auf eine chronische Fettverteilungsstörung zurückzuführen, jedoch können die unliebsamen Fettdepots dennoch Diäten und Sport trotzen. Aus diesem Grund stellen „Reiterhosen“ für die betroffenen Frauen häufig einen frustrierenden ästhetischen Störfaktor dar, dem mit konventionellen Maßnahmen nicht beizukommen ist. Abhilfe bietet meist eine Liposuktion.

Lipödem-Therapie in München – Linderung durch Fettabsaugung

Lipödeme sind leider nicht heilbar. Zu den wesentlichen Therapiemaßnahmen zählt das Tragen von Kompressionsstrümpfen beziehungsweise Kompressionsbekleidung für die Arme. Diese sollen die Schmerzen und Beschwerden der Betroffenen mindern. Auch regelmäßige Lymphdrainagen und Bewegungsübungen helfen dabei, die Symptome zu reduzieren und den Verlauf der Krankheit auszubremsen.

Abhilfe schafft auch das Entfernen der krankhaften Fettzellen durch eine Fettabsaugung (Liposuktion). Hierbei kommen verschiedene Vorgehensweisen infrage. Zum einen kann die Liposuktion mit der herkömmlichen Variante, der Tumeszenztechnik, stattfinden. Bei dieser Methode wird das zu entfernende Fettgewebe mittels einer speziellen Lösung aufgeschwemmt und gelockert. Auf diese Weise lassen sich die Fettzellen leichter absaugen. Nach der Einwirkzeit entfernt der Ästhetisch-Plastische Chirurg sowohl die Fettzellen als auch die zuvor eingebrachte Flüssigkeit mithilfe einer feinen Kanüle.

Eine schonendere Variante stellt die Fettabsaugung mit der WAL (Wasserstrahl-assistierten Liposuktion) dar. Ein vorheriges Einbringen großer Flüssigkeitsmengen sowie eine Einwirkzeit werden nicht benötigt. Stattdessen löst ein computergesteuerter Wasserfächer die zu entnehmenden Fettzellen aus dem Gewebe. Im gleichen Behandlungsschritt saugt der Ästhetisch-Plastische Chirurg das Wasser und die Fettzellen aus dem Körper ab.

Moderne Fettabsaugung mit BodyTite™ beim Lipödem

Neben den zuvor genannten Methoden zur Fettabsaugung bietet die Praxis von Prof. Dr. Kovacs ein weiteres Behandlungsverfahren an, das zu den innovativsten und schonendsten gehört. Die Behandlung mit BodyTite™ basiert auf einer Erwärmung durch Radiofrequenzenergie. Dadurch werden die zu behandelnden Fettzellen geschmolzen und können leichter aus dem Körper abgesaugt werden. Gleichzeitig regt die kontrollierte Hitzeentwicklung die körpereigene Kollagenneubildung an, wodurch ein Straffungseffekt hervorgerufen wird. Dadurch lässt sich ein besonders ebenmäßiges Ergebnis erzielen, da die Gefahr erschlaffter Hautpartien auf ein Minimum reduziert wird.

Ihr individueller Beratungstermin zur Lipödem-Therapie in München

Sie leiden an einem Lipödem und wünschen sich schlankere sowie schmerzfreie Beine und Arme? In einem persönlichen Beratungsgespräch kläre ich Sie als erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie gern darüber auf, ob und wie eine Fettabsaugung in Ihrem konkreten Fall Abhilfe schaffen kann. Zudem informiere ich Sie ausführlich über die einzelnen möglichen Vorgehensweisen bei einer Liposuktion und gehe dabei natürlich auch auf die jeweiligen Risiken ein. Einen Termin können Sie mit meinem Praxisteam telefonisch, per Mail oder über unser Kontaktformular vereinbaren.

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