Erfahrung mit der Lipödem Operation
In diesem YouTube-Beitrag schildert eine Patientin Ihren persönlichen Leidensweg und Ihre Erfahrung mit der Lipödem OP in unserer Münchner Praxis. Konservative Methoden können eine Linderung herbeiführen, die Liposuktion ist jedoch die einzige bekannte Methode, um die Fettablagerungen dauerhaft zu entfernen.
Art der Behandlung
Operation, stationär oder ambulant
Narkoseart
Lokalanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose
Nachsorge
Kompressionskleidung
Dauer der Behandlung
ca. 60–180 Minuten
Körperliche Schonung
ca. 4 Wochen
Gesellschaftsfähig nach
2 Wochen
Was ist ein Lipödem?
Bei einem Lipödem liegt eine Vermehrung und ödemative Veränderung des Unterhautfwettgewebes mit einer Störung der Fettverteilung vor. Primär sind die Ober- und Unterschenkel betroffen, zuweilen können Lipödeme auch im Bereich der Arme auftreten. Neben dem als unästhetisch empfundenen Erscheinungsbild stören sich die Betroffenen auch an Schmerzen, Spannungsgefühlen und einem erhöhten Druckempfinden. Das Lipödem ist somit nicht nur ein rein ästhetisches Problem, sondern es bringt auch gesundheitliche Beschwerden mit sich. In der Regel treten Lipödeme symmetrisch auf. Hauptsächlich sind Frauen betroffen. Die Lipödem-Erkrankung verläuft schrittweise und kann in drei unterschiedliche Stadien unterteilt werden.
Ursachen und typische Symptome beim Lipödem
Die genauen Ursachen für Lipödeme sind noch nicht abschließend geklärt. Vielfach scheinen eine genetische Veranlagung und eine familiäre Vorbelastung eine Rolle zu spielen. Entgegen einer weitverbreiteten Annahme ist ein bestehendes Übergewicht nicht die Ursache für das Auftreten von Lipödemen. Die Anzahl der Fettzellen ist genetisch festgelegt, sodass im Erwachsenenalter keine neuen Fettzellen gebildet werden – die vorhandenen können nur größer oder kleiner werden. Bei einem Lipödem vermehrt sich das Fettgewebe hingegen.
Zu den typischen Beschwerden und Symptomen beim Lipödem gehören:
- vermehrtes Unterhautfettgewebe an den Beinen und/oder Armen
- Füße/Hände bleiben schlank
- Spannungsgefühl
- Druckempfindlichkeit und Druckschmerz
- Neigung zu blauen Flecken (Hämatome)
- Kältegefühl in Armen und Beinen
- Schweregefühl in Armen und Beinen
Beweggründe für eine Lipödem-Behandlung
Ein Lipödem stellt insbesondere im späteren Krankheitsverlauf für die betroffene Person eine starke Einschränkung im Alltag dar. Zum einen fühlen sich die Betroffenen sehr unwohl mit ihrem äußeren Erscheinungsbild, zum anderen führen Lipödeme zu schmerzhaften Beschwerden. Des Weiteren schränken sie häufig die Bewegungsfreiheit ein. Sie sind somit sowohl eine körperliche als auch eine psychische Belastung, die die Lebensqualität der Lipödem-Erkrankten negativ beeinflusst.
Vorbereitung auf die Behandlung
Vor der Lipödem-Behandlung in München findet ein ausführliches, individuelles Beratungsgespräch mit dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie statt. Da die Diagnose für ein Lipödem nicht immer leicht zu stellen ist, sollten Patienten sich unbedingt einem ausgewiesenen Spezialisten für die Lipödem-Therapie vorstellen. Im Zuge der Beratung klärt der Ästhetisch-Plastische Chirurg eingehend über den Behandlungsablauf, die Vor- und Nachsorge sowie über die eventuellen Risiken auf. Selbstverständlich nimmt sich der Facharzt auch die Zeit, die Fragen der Patienten ausführlich, verständlich und vor allem ehrlich zu beantworten. Nur wenn der Patient über alle Details der Lipödem-Therapie in München im Bilde ist, kann er sich bewusst für oder gegen den Eingriff entscheiden. Zudem spielt eine realistische Erwartungshaltung eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Behandlung.
Ablauf der Lipödem-Therapie in München
Ziel der Lipödem-Behandlung ist es, das krankhaft veränderte Fettgewebe mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) zu entfernen. Als herkömmliche Methode hat sich die Fettabsaugung mit Tumeszenztechnik etabliert. Hierbei wird eine spezielle Flüssigkeit (TLA) in das zu entfernende Gewebe gegeben, um dieses aufzuschwemmen und somit das Absaugen zu erleichtern. Anschließend wird über kleine Hautschnitte eine Kanüle in den Körper eingebracht, die die Fettzellen samt der eingebrachten Flüssigkeit entfernt.
Für besonders hartnäckiges Fettgewebe (Fibrosen, etc.) oder beim Absaugen bindegewebsreicher Areale sportlicher Patientinnen wird eine spezielle Vibrationstechnik verwendet (Power assisted Liposuction, kurz PAL). Diese Vibrationstechnik ermöglicht die Absaugung größerer Mengen von Fett pro Eingriff. Die durchschnittliche Dauer einer Lipödem-OP bei einem großflächigen Lipödem liegt bei 1-2 Stunden, die Zeit bezieht sich auf die reine Absaugzeit. Die PAL-Methode zeigt ihre besonderen Vorteile durch einen beschleunigten Heilungsprozess und eine Reduzierung der postoperativen Schmerzen.
Neben der Tumeszenztechnik kann die Fettabsaugung auch mit der sogenannten Wasserstrahl-assistierten Liposuktion (WAL) erfolgen. Ein vorheriges Einbringen und Einwirken einer Flüssigkeit ist bei dieser Methode nicht notwendig. Stattdessen löst ein computergesteuerter Wasserstrahl die entsprechenden Fettzellen aus dem Gewebe. Sogleich im Anschluss werden das Wasser und die Fettzellen mit der feinen Kanüle, die auch den Wasserfächer reguliert, wieder aus dem Körper abgesaugt.
Als ergänzende Fettabsaugungsmethode und zur besseren Gewebe und Hautstraffung verwenden wir auch moderne und innovative Verfahren wie die Radiofrequenz assistierte Liposuction (RFAL) mit BodyTite™ in München. Mithilfe von Radiofrequenzenergie werden die Fettzellen geschmolzen und können dadurch leichter aus dem Körper entfernt werden. Gleichzeitig strafft das Verfahren die Haut im Behandlungsbereich.
Die Fettabsaugung erfolgt je nach OP-Umfang in Lokalanästhesie, Dämmerschlafnarkose oder Vollnarkose. Die Behandlungsdauer variiert ebenfalls und liegt meist zwischen ein und drei Stunden. Ergänzt wird die Fettabsaugung zur Behandlung eines Lipödems in der Regel durch eine komplexe physikalische Entstauungstherapie.
Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für eine Fettabsaugung beim Lipödem?
Was gilt es nach der Fettabsaugung zu beachten?
Im Anschluss an die Lipödem-Behandlung beziehungsweise an die Fettabsaugung sollten sich die Patienten zunächst körperlich schonen und erholen. Ob sie die Klinik sogleich nach dem Eingriff wieder verlassen können oder ein stationärer Aufenthalt empfehlenswert ist, bespricht der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie individuell mit dem Patienten. Insbesondere bei umfangreichen Eingriffen ist ein Klinikaufenthalt für gewöhnlich ratsam.
Um eine möglichst natürliche Formgebung zu unterstützen und das Risiko für postoperative Komplikationen und Schmerzen möglichst gering zu halten, tragen die Patienten für etwa vier bis sechs Wochen eine spezielle Kompressionsbekleidung. Bei regelmäßigen Kontrollterminen in der Praxis wird der Heilungsverlauf begutachtet und festgehalten. Ihren beruflichen Tätigkeiten können die Patienten – je nach Art der Beschäftigung – nach etwa zwei bis drei Wochen wieder nachgehen. Auf Sport sollte hingegen für mindestens sechs Wochen verzichtet werden.
Kosten der Lipödem-Behandlung: zahlt die Krankenkasse?
Mit welchen Kosten eine Lipödem-Behandlung verbunden ist, kann pauschal nicht festgelegt werden. Je nach Art und Umfang der Behandlung kann der preisliche Rahmen variieren. Daher sind eine genaue Untersuchung sowie das persönliche Beratungsgespräch notwendig, um eine zuverlässige Aussage treffen zu können. Im Rahmen der individuellen Beratung informiert der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie selbstverständlich gern darüber, mit welchen finanziellen Ausgaben im konkreten Fall zu rechnen ist.
Bisher übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Fettabsaugung beim Lipödem in der Regel nicht, sondern nur die Kosten einer konservativen Therapie. Ob eine Liposuktion im Fall einer Lipödem-Erkrankung zur Kassenleistung werden sollte, ist seit Längerem in der Diskussion – bislang tragen die Patienten die Behandlungskosten für die Fettabsaugung jedoch für gewöhnlich selbst.

Wird die Lipödem-OP jetzt in allen Stadien Kassenleistung?
Seit Juli 2025 gibt es Hoffnung für Lipödem-Patientinnen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Liposuktion künftig auch in früheren Stadien eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse werden. Doch der Anspruch ist an strenge Kriterien gebunden – erfahren Sie, was das konkret für Betroffene bedeutet, welche Bedingungen erfüllt sein müssen und warum die Wahl des richtigen Zeitpunkts für eine OP gut überlegt sein sollte.
Ist das Ergebnis der Lipödem-Behandlung dauerhaft?
Da die Anzahl der Fettzellen bei Erwachsenen genetisch festgelegt ist, bilden sich einmal entfernte Fettzellen nicht nach. Das bedeutet, dass eine Fettabsaugung beim Lipödem mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dauerhafte Ergebnisse erzielen kann. Ein Lipödem ist jedoch nicht heilbar. Es besteht die Möglichkeit, dass das Lipödem an einer anderen, bislang unbehandelten Körperstelle auftritt.
Neben den Brüsten ist der Bauch eine der Regionen, die für viele Frauen nach der Schwangerschaft zum ästhetischen Störfaktor wird. Die Haut im Bauchbereich dehnt sich aus, um dem Ungeborenen Platz zu machen. Nicht immer bildet sich die Haut am Bauch wieder ganz zurück. In manchen Fällen sind hierbei auch die Muskeln betroffen. Die Bau
Ästhetische Kombi: Lipödem OP & Brustvergrößerung mit Eigenfett
Bei einer Lipödem-OP können bis zu 5 Liter Fettzellen in einer Operation abgesaugt werden. Diese Fettzellen können wir in der plastisch-ästhetischen Chirurgie reinigen, aufbereiten und für Sie weiterverwenden. Dies ist etwa sinnvoll, wenn Patientinnen zusätzlich zur Liposuktion eine Brustvergrößerung mittels Eigenfett wünschen. Diese Art der Brustvergrößerung ermöglicht eine moderate Vergrößerung der weiblichen Brust um bis zu eine Körbchengröße.

Dabei kommen bei der Brustvergrößerung mittels Eigenfett nur patienteneigene Fettzellen zum Einsatz. Damit ist die Behandlung in der Regel sehr gut verträglich. Über spezielle Kanülen wir das körpereigenen Fett fächerförmig in die Brust injiziert. Je nach Patientin wachsen zwischen 60 und 80 Prozent der Fettzellen im neuen Bereich an. Sind für die Behandlung Ihres Lipödems mehrere Fettabsaugungen notwendig, können wir mögliche Nachkorrekturen an der Brust im Rahmen der zweiten Liposuktion durchführen.
Die Nachsorge nach der Brustvergrößerung umfasst das Tragen eines speziellen Sport-BHs für 4 Wochen. Der BH unterstützt die Brust, bis sich der Hautmantel an das neue Gewicht gewöhnt hat.

Behandlung beim Lipödem in München – Ihr Beratungstermin bei Prof. Dr. Kovacs
Das Volumen Ihrer Gliedmaßen steht in unverhältnismäßiger Proportion zu Ihren weitern Körperarealen und Sie leiden unter Schmerzen, Druckempfindlichkeit und einer zügigen Hämatombildung? Ob in Ihrem Fall ein Lipödem vorliegen könnte und welche Behandlungsmöglichkeiten denkbar und sinnvoll sind, bespricht Prof. Dr. Kovacs sehr gern mit Ihnen. Selbstverständlich können Sie auch Ihre Fragen an den erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie richten.
FAQ rund um die Fettabsaugung
Lipödem oder Übergewicht?
Ein Grund für geschwollene Beine kann ein sogenanntes Lipödem sein. Anders als vielfach angenommen ist das Lipödem nicht zwangsläufig mit Übergewicht verbunden. Stattdessen können auch schlanke Personen davon betroffen sein. Beim Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, bei der sich die Fettzellen krankhaft vermehren. Infolgedessen erhöht sich der Körperumfang. Das Lipödem betrifft in erster Linie die Beine. Auch an den Armen kann die Erkrankung auftreten. Die übrigen Körperareale bleiben hingegen meist weiterhin schlank. Charakteristisch für ein Lipödem sind neben den Fettansammlungen auch Schmerzen, Spannungs- und Druckgefühle, eine erhöhte Neigung für Hämatome sowie Wassereinlagerungen. Lipödeme treten immer symmetrisch auf.
Was hilft bei einem Lipödem?
Lipödeme sind bisher nicht heilbar. Es gibt jedoch Therapien, die dabei helfen, die Beschwerden für die Betroffenen zu lindern und ein Plus an Lebensqualität zu ermöglichen. Primär handelt es sich hierbei um konservative Maßnahmen. Durch das Tragen von Kompressionskleidung soll den Schwellungen und den Schmerzen entgegengewirkt werden. Da das Lipödem eine voranschreitende Erkrankung ist, dient die Kompressionstherapie vor allem auch dazu, bestmöglich zu verhindern, dass sich das Ödem weiterentwickelt. Die Kompressionsstrümpfe werden nach Maß an den Patienten angepasst und sollten mindestens dreimal pro Woche getragen werden – empfehlenswert ist es, die Kompressionskleidung täglich anzulegen.
Die Lymphdrainage hat zum Ziel, die Wassereinlagerungen aus dem Gewebe zu entfernen. Zusätzlich erfolgt häufig auch eine spezielle Hautpflege sowie eine gezielte Bewegungstherapie. Alle Maßnahmen zusammen werden auch als komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) bezeichnet.
Die konservativen Maßnahmen müssen regelmäßig angewandt werden und setzen nicht an der Ursache der Erkrankung an. Eine andere Möglichkeit, um die krankhaft veränderten Fettzellen dauerhaft zu entfernen, bietet hingegen die Fettabsaugung (Liposuktion). In einem kleinen operativen Eingriff wird das entsprechende Fettgewebe mithilfe einer dünnen Kanüle behandelt. Die Fettzellen werden aus dem Körper abgesaugt und bilden sich nicht neu. Dadurch werden die Beine schlanker. Zudem reduziert der Eingriff in der Regel die Schmerzen der Patienten. Die OP-Dauer variiert je nachdem, wie viel Gewebe zu entfernen ist. Für gewöhnlich liegt die Behandlungszeit zwischen ein und drei Stunden. Meist findet die chirurgische Lipödem-Therapie unter Vollnarkose statt.







